FAQ

FAQ

1. „Kann ich von den Produkten Geschmacksproben bekommen, um zu testen ob mein Pferd das Futter frisst?“

Antwort:
Ja, wir schicken Ihnen gerne eine Geschmacksprobe unserer Produkte zu.


2. „Was kann ich machen, wenn mein Pferd die Produkte nicht frisst?“

Antwort:
Viele Pferde reagieren auf einen unbekannten Geruch oder Geschmack zunächst mit teils vehementer Ablehnung. Dies ist ein natürlicher Instinkt, oftmals ist er bei Stuten besonders ausgeprägt. Um Ihrem Pferd nun die Gewöhnung an den fremden Geschmack zu erleichtern haben sich folgende Dinge bewährt:

  • Das neue Futter bei empfindlichen Pferden zunächst nur in sehr geringer Menge anfüttern. Es genügen einzelne Pellets oder eine Prise des Pulvers. Also wirklich ggf. nur ein Bruchteil der empfohlenen Dosierung. Bei Akzeptanz kann diese Menge dann langsam auf die Tagesdosis gesteigert werden.
  • Das Untermischen in Mash oder in eingeweichte Heucobs hat sich sehr bewährt
  • So manchen hartnäckigen Fall konnte mit dem Beimischen von Karotten-, Apfel-, oder Bananensaft (je nach Vorliebe des Pferdes) überzeugt werden
  • Auch Malzbier, Apfelmus Honig oder Rübenmelasse in Form von z.B. Grafschafter Goldsaft schmecken manchen Pferden besonders gut!

Über kurz oder lang können diese Hilfsmittel in der Regel dann auch weggelassen werden und die Pferde haben sich an den Geschmack gewöhnt.


3. „Mein Pferd hat ein bestimmtes Produkt immer gut gefressen und auf einmal verweigert es die Aufnahme komplett?“

Antwort:
Dies kommt ab und zu vor. In diesem Fall würden wir empfehlen, das Produkt mal für eine Woche abzusetzen und dann langsam steigernd über mehrere Tage wieder anzufüttern. Bleibt die plötzliche Ablehnung dennoch bestehen, würden wir empfehlen für einige Zeit auf ein alternatives Produkt umzusteigen.


4. „Ich kann nicht jeden Tag zu meinem Pferd. Müssen die Produkte täglich gefüttert werden?“

Antwort:
Grundsätzlich ist die Mehrzahl der Produkte für eine tägliche Fütterung gedacht. Keinesfalls sollten Sie die Dosierung erhöhen und quasi „auf Vorrat“ füttern. Das ist gerade bei Mineralfutter nicht ungefährlich! Sollten Sie die Produkte nicht täglich füttern können, behalten Sie bitte trotzdem die empfohlene Tagesdosis bei. Die Wirkung ist dann möglicherweise nicht ganz so intensiv wie bei einer täglichen Fütterung, aber immer noch besser als gar keine Zufütterung bei einem bestehenden Bedarf.


5. „Wie würden Sie empfehlen, die Zusatzfutter zu füttern?“

Antwort:
Es hat sich bei uns bewährt die Ergänzungsfuttermittel entweder zu den Mahlzeiten zu füttern, oder aber als „Extraportion“ mit etwas Müsli oder Mash- quasi als Belohnung nach dem Training-zu verfüttern. So handhaben wir es. Gerade bei pulvrigen Ergänzungsfuttermittel empfiehlt es sich, das Krippenfutter mit etwas Öl, Wasser, etwas aufgeweichten Heucobs oder z.B. Apfelsaft anzufeuchten und dann das Pulver gründlich unterzurühren.

Die Zusätze pur in den Trog zu geben hat sich bei uns nicht bewährt – manche Pferde fressen es, aber manche eben auch nicht. Ehe sie es dann liegen lassen, es im Trog klebt oder sie dann auch die nächste Mahlzeit aus dem Trog verweigern, halten wir es für nicht ideal. Eine Ausnahme sind die Mineralfutter von Lexa, diese werden pur sehr gut gefressen.


6. „Dürfen die Ergänzungsfutter mit Mash gefüttert werden?“

Antwort:
Ja, alle von uns angebotenen Ergänzungsfuttermittel können bedenkenlos in Mash eingerührt verfüttert werden. Jedoch empfehlen wir erst das Mash zuzubereiten und quellen zu lassen - und die Zusatzfutter dann erst unmittelbar vor der Verfütterung unterzurühren.


7. „Warum versuchen die Hersteller nicht, manche Produkte wesentlich schmackhafter zu machen?“

Antwort:
Bei den iWEST-Produkten liegt es daran, dass sie hochkonzentriert sind. Zudem sind die Geschmäcker der Pferde verschieden, das eine Pferd mag Banane – ein anderes eventuell nicht. Sie kennen den Geschmack Ihres Pferdes am besten und deshalb wird es Ihnen überlassen, das Produkt Ihrem Pferd schmackhaft zu machen. So werden unnötige Füllstoffe und Geschmacksverstärker weitgehend vermieden.

Darüber hinaus sind die Produkte teilweise so hochkonzentriert, dass es gefährlich werden könnte, wenn ein Pferd sich versehentlich Zugang zur Futterkammer verschaffen würde und einen ganzen Eimer zur Verfügung hätte. Durch den nicht allzu „leckeren“ Geschmack, wird diesem Risiko vorgebeugt – in der Regel würde ein Pferd keinen ganzen Eimer eines dieser Produkte fressen. Aber Vorsicht ist natürlich trotzdem geboten! Bewahren Sie die Eimer bitte immer gut verschlossen und nicht zugänglich für eventuell ausgebrochene, freilaufende Pferde auf.


8. „Kann ich auch mehrere Ergänzungsfutter gleichzeitig füttern?“

Antwort:
In der Regel ja, sinnvoll ist es hier oftmals Produkte desselben Herstellers miteinander zu kombinieren. Die meisten iWEST-Produkte sind auf eine Kombination untereinander ausgelegt, ebenso die meisten Lexa-Produkte. Sollten Sie Fragen dazu haben, schreiben Sie uns, dann geben wir Ihnen gerne eine Empfehlung.


9. „Wann ist eine exakte Ernährungsberatung sinnvoll?“

Antwort:
Richtig sinnvoll ist eine exakte Rationsberechnung natürlich nur, wenn Sie die Fütterung Ihres Pferdes auch wirklich genau beeinflussen können. Können Sie die Heu- und Kraftfuttermengen abwiegen? Haben Sie Einfluss auf die Qualität von Heu und Kraftfutter? Auch wenn Sie keinen Einfluss auf die Heu- und Kraftfutterqualität haben- ist es Ihnen möglich, zusätzlich Heu zu kaufen? Z.B. Heucobs zusätzlich zu füttern oder ggf. ein Krippenfutter weg zu lassen?

Leider ist dies in vielen Pensionsställen nicht möglich. Dann kann eine exakte Rationsberechnung natürlich nicht den optimalen Erfolg bringen. Überlegen Sie sich deshalb am besten vorher, was bei Ihnen realistisch umzusetzen ist und entscheiden sich dann, ob Ihnen eine exakte Rationsberechnung sinnvoll erscheint bzw. ob eine umfängliche Lösung Ihres Problems dann überhaupt möglich wäre. Gerne können Sie uns dazu vorher kontaktieren, um die Optionen abzuwägen.


10. „Ich habe einen Stall mit unterschiedlich geforderten Pferden. Könnten Sie mir ein paar Beispielrationen für Pferde mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen empfehlen?“

Antwort:
Gerne empfehlen wir Ihnen hier einige Beispielrationen:

Wallach, 1,65 m, leichte Arbeit, Dressur & Springen A/L Niveau

11 kg Heu + 1,5 kg Hafer + Mineralergänzung (z.B. 50 g iWEST Magnostable oder 100 g Atcom Nutri-Vital)

Stute, 1,70 m, mittlere Arbeit, Dressur M/S Niveau

12 kg Heu + 2 kg Hafer + Mineralergänzung (z.B. 60 g iWEST Magnolythe S 100)

Wallach, 1,70 m, mittlere Arbeit, Springen M/S Niveau

10,5 kg Heu + 2,5-3 kg Hafer + Mineralergänzung (z.B. 60 g iWEST Magnolythe S 100)

Stute/Wallach, 1,60 m, leichte Arbeit, Freizeit

11 kg Heu + 0,5-1 kg Hafer + Mineralergänzung (z.B. 50 g iWEST Magnostable oder 100 g Atcom Nutri-Vital)

Als Grundlage jeder Ration empfehlen wir qualitativ hochwertiges Heu (blattreich, gut strukturiert, nicht zu grob). Wenn Sie einen Büschel Heu in den Händen zusammendrücken, sollte es sie nicht unangenehm in die Handflächen pieksen. Sollte dies der Fall sein, ist von sehr grober Struktur auszugehen. Hier ist es oftmals sinnvoll einen Teil des Heus (ca. 1-2 kg ) durch eingeweichte Heucobs zu ersetzen. 1 kg Heu entspricht in etwa 0,7-1 kg trockener Heucobs. Sehr grobes Heu hat einen hohen Lignin-Anteil, deshalb ist die Ergänzung mit Heucobs, die reich an Zellulose sind, eine ideale Ergänzung für die Darmflora.

Als Kraftfutter empfehlen wir in der Regel ganzen Hafer. Haferstärke ist von allen Getreidearten am besten verdaulich. Die enthaltenen Schleimstoffe unterstützen zudem die Magengesundheit und die weichen Spelzen lockern den Darminhalt auf und unterstützen somit die Verdauung. Ganzer Hafer hat zudem den Vorteil, dass er sorgfältiger gekaut werden muss, dabei entsteht vermehrt Speichel, der Bicarbonate enthält und sich somit positiv auf die Pufferung der Magensäure auswirkt. Für Pferde mit Zahnproblemen empfehlen wir allerdings dennoch gequetschten Hafer, falls Ihnen das sorgfältige Kauen Probleme bereitet. Dieser sollte frisch gequetscht werden bzw. gequetscht innerhalb von 3 Tagen aufgebraucht werden, da das enthaltene Fett schnell oxidiert und ranzig wird, was wiederum den Organismus belastet.


11. „Mein Pferd frisst sein Heu sehr schnell, sodass ihm Fresspausen entstehen. Aber ich kann ihm nicht mehr geben, weil es schon grenzwertig dick ist. Haben Sie einen Tipp für mich?“

Antwort:
Dieses Problem hören wir leider häufig. Um die Fresszeit zu verlängern, hat sich bei uns das Untermischen von Stroh in die Heuportion bewährt. Zusätzlich verlängern kann man die Fresszeit, indem man das Heu oder auch das Heu-Stroh-Gemisch in ein Heu-Toy oder auch ein Heunetz mit max. 3 cm Lochgröße füllt oder gar zwei Heunetze ineinander steckt. Kostenintensiver aber sehr hilfreich und effektiv sind z.B. der Heubutler oder zeitgesteuerte Futterautomaten, mit Hilfe derer das Heu portioniert gefüttert wird.

Dies verlängert die Fresszeit deutlich, jedoch sollten Sie Ihr Pferd beobachten, wie ihm die neue Art der Fütterung gefällt. Wir haben schon Pferde erlebt, die es regelrecht frustriert hat, dass sie plötzlich so erschwert an ihr Futter kamen. Diese Pferde wirkten traurig und hatten Stress – das ist dann natürlich keine Lösung. Und könnte im schlimmsten Fall zu Folgeproblemen (z.B. Magen oder Koppen) führen.

Hier hat es sich bewährt, neben den Heunetzen erstmal eine kleine Portion Heu lose anzubieten oder in einem Heunetz mit größerer Lochgröße, um den ersten „Heißhunger“ leichter zugänglich zu stillen. Im Notfall muss ansonsten eine Fütterung kleiner Heuportionen über den Tag verteilt organisiert werden.

Zum Abnehmen ist zumindest ein gewisses Intervalltraining und längere Trabreprisen, mehrmals die Woche, notwendig. Auch bei (z.B. nach einer Hufrehe) eingeschränkten Pferden sollte fleißiges Schrittreiten oder flottes Spazierengehen so oft wie möglich umgesetzt werden. Letzteres kann auch als zusätzliche Bewegung neben der normalen Trainingseinheit gewählt werden. Dies ist sehr effektiv.

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